Warum...

ZUM ZAHNARZT...

...oder zum Kieferorthopäden?


Die Frage, zu wem man gehen sollte, ist nicht ganz so wichtig wie die Frage, wann man sein Kind das erste Mal in eine Zahnarzt- oder Kieferorthopädenpraxis mitnehmen sollte. Üblicherweise lernt ein Kleinkind zuerst den Zahnarzt der Eltern kennen. Es geht einfach mit, wenn Mama oder Papa zur Kontrolluntersuchung gehen und kann sich an die Besonderheiten, die Gerüche und Geräusche leicht gewöhnen. Ungünstig sind solche gemeinsamen Termine, wenn Schmerzsituationen behandelt werden und das Kind die Ängste der Eltern spürt. Es nützt nichts, wenn die Eltern sagen „Ich habe keine Angst, der Zahnarzt wird mir ja helfen“ – das Kind spürt die Angst trotzdem.

Bei einem normalen Kontrolltermin der Eltern kann der Zahnarzt auch schon mal einen Blick auf die Kinderzähne werfen. Dabei erleben die Kinder, dass es normal ist, diesem fremden Mann oder dieser fremden Frau im weißen Kittel die Zähnchen zu zeigen. Wenn sich bei einem solchen Erstkontakt bereits Anfänge von Fehlstellungen zeigen, gibt der Zahnarzt möglicherweise die Empfehlung, auch einen Kieferorthopäden auf die Zahnentwicklung schauen zu lassen.

Wenn das Kind schon früh intensiv nuckelt oder mit einem nicht ganz korrekten Biss zur Welt kam, ist es ratsam, gleich einen Kieferorthopäden einzubeziehen, um rechtzeitig Fehlentwicklungen erkennen und beheben zu können.

Da alle Kieferorthopäden ohnehin zuerst eine zahnärztliche Ausbildung abgeschlossen haben, ehe sie nach vierjähriger Zusatzausbildung und Prüfung zu einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie wurden, können Sie selbstverständlich mit Ihrem Kleinkind zur Erstuntersuchung auch direkt zu einem Kieferorthopäden oder einer Kieferorthopädin gehen.