Warum...

TIPPS...

...zum Abgewöhnen des Schnullers


Es kommt auf das Alter des Kindes, seine Persönlichkeit und die Lebenssituation an, welcher Weg der beste ist, um seinem Kind den Schnuller abzugewöhnen. Wir haben hier ein paar erfolgreich erprobte Beispiele zusammengestellt, die vielleicht Anregungen für die eigene „Schnuller-Lösung“ bieten. Wichtig: Auch Kinder wollen mit für sie nachvollziehbaren Gründen überzeugt werden, warum sie etwas abgeben sollen, das sie mögen – und gesundheitliche Zusammenhänge sowie „vernünftige Erklärungen“ sind in diesem Alter nicht verständlich.

Vielleicht ist das Kind einverstanden, wenn Sie ihm erklären, es sei jetzt ja schon groß und könne deshalb den Schnuller getrost einem anderen, noch ganz kleinen Baby schenken? Ein bisschen liebevolle Phantasie ist hier bei den Eltern durchaus gefragt – auch im Hinblick auf die Belohnung. Vielleicht freut es sich über ein kleines Fest für das nun schon „große und kluge“ Kind? Wer sich jemals das Rauchen abgewöhnt hat, kann sich leicht hineinversetzen, wie schwer es auch dem Kind fallen muss, seinen gewohnten Schnuller abzugeben... Mit Lob sollten Sie da ganz sicher nicht geizen.

Unsere Anregungen fürs Abgewöhnen:

- Schnullerbaum: Es muss kein Baum sein – auch ein Ästchen reicht, an das Sie gemeinsam und nach ordentlichem Lob (es ist eine große Leistung für das Kind!) jeden Schnuller hängen, von dem sich Ihr Kind trennt – hängen alle Schnuller am Ast, gibt´s eine dicke Belohnung

- Konsequenz & Zuwendung: Ihr Kind will nur mit Schnuller einschlafen und schreit, weil es ihn nicht bekommt? Bleiben Sie konsequent und schauen dafür alle 5 Minuten am Kinderbett vorbei, damit sich Ihr Kind nicht verlassen fühlt. Erfahrungsgemäß wird die Dauer des Schreiens nach kurzer Zeit immer weniger, das Kind lernt, allein einzuschlafen. Damit hat es auch für sein künftiges Leben eine Lektion erfolgreich gemeistert!

- Loch: Einen Versuch ist es auch wert, ein kleines Loch in den Schnuller zu schneiden: beim Kauen geht ihm dann buchstäblich die Luft aus und der Schnuller macht keinen „Spaß“ mehr...

- Kappen: Wenn die Luft schon raus ist, das Kind den Schnuller aber weiter nutzen will, kürzen Sie doch die Kappe wöchentlich um einen Millimeter mit der Schere, bis er so kurz ist, dass er einfach nicht mehr im Mund hält.

- Verschicken: Auch beim Schnuller-Abgewöhnen spielen die Zahnfee oder das KROCKY manchmal gute Dienste: Verpacken Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den/die Schnuller hübsch mit Schleife und Papier und bringen Sie Päckchen als Geschenk für die Zahnfee/das KROCKY zur Post (vorsorglich sollten Sie eine gute Freundin „vorwarnen“ und bitten, das an sie adressierte Päckchen gleich unauffällig zu entsorgen).

- Tauschhandel: Größeren Kindern können Sie vielleicht auch einen Tausch anbieten und den Nuckel übergangsweise durch eine so genannte Vorhofplatte ersetzen. Für die Kinder ist das oft ein „ähnlicher Nuckel“ – der Vorteil ist aber, dass diese kieferorthopädisch sinnvoll gestalteten „Platten“ anatomisch bessere Einflüsse auf die Kieferentwicklung und Zahnstellung haben. Übrigens können Sie den Nuckel natürlich auch einfach gegen ein kleines Geschenk tauschen.

Extra-Tipp für Daumenlutscher:

- Viele Eltern schwören auf das „Daumenbild“: Der kleine auf den Fingernagel gemalte „Däumling“ ist ein lustiger Geselle, der gern zusammen mit dem Kind unterwegs ist – sich aber vor der Dunkelheit im Mund fürchtet und da nicht rein will.