Warum...

FALSCHPARKER

Falscher Ruheplatz für die Zunge


Wenn Kinder lange und intensiv lutschen, bleibt auf die Dauer auch die Zunge nicht unbeeinträchtigt. Üblicherweise findet die Zunge – nach dem Übergang zu festerer Nahrung – ihren „Stammplatz“ am Gaumen. Dort ruht sie sich aus (Sie können das auch „testen“: Schlucken Sie und achten Sie darauf, wo Sie nun Ihre Zunge spüren!). Wird die Zunge jedoch beim Lutschen ständig und immer wieder nach vorn gezogen und zudem nach unten gedrückt, gewöhnt sie sich an diesen Platz hinter den unteren Zähnen.

Einerseits ist das ein optisches Problem, denn die Zunge bleibt dauerhaft leicht sichtbar, statt sich im Mundinneren zurückzuziehen. Es ist aber auch ein biologisches Problem – schließlich sollte doch die Zunge als starker Muskel am Gaumen Wachstumsdruck auf den Oberkiefer ausüben, dadurch das Gaumengewölbe mitformen und den Zahnbogen – also den Oberkiefer -  letztlich erweitern.

Ein ausreichend großer Zahnbogen ist wichtig. Wenn die bleibenden Zähne ihren Platz auf einem zu engen Zahnbogen im Kiefer einnehmen wollen, rücken sie kreuz und quer. Oftmals muss der Zahnarzt deshalb sogar einen gesunden Zahn ziehen, nur damit die anderen ausreichend Platz finden.

Mit den Folgen haben sogar Erwachsene noch zu kämpfen: Oft wandern die Zähne, nachdem sie gerade gerichtet wurden, eines Tages wieder in die alte Position, weil die Zunge noch immer am falschen Platz liegt und dadurch weder den Gaumen noch die Oberkieferform unterstützt.