Warum...

AUFGELÖST

Säuren können nicht nur zu punktähnlichen Löchern und beginnender Karies führen, sondern Zahnoberflächen auch großflächig schädigen. Sie „ätzen“ gewissermaßen die Zahnoberfläche weg – man nennt das „Erosion“.

Nachhaltige Folgen kommen eher selten bei frischem Obst vor, das man über eine kurze Zeit isst und im ganzen Mund verteilt (dabei wird auch Speichel produziert), sondern eher bei Fruchtsäften und anderen säurehaltigen Getränken wie Limo oder Sauermilch, die vor allem beim Trinken aus einer Nuckelflasche, aus einem Trinkbehälter oder mit Strohhalm ganz konzentriert die Schneidezähne umspülen.

Unverdünnt und auf einen kleinen Bereich begrenzt ist säurehaltige Flüssigkeit für die Zähne ganz klar eine ätzende Lösung. Die oberste Zahnschmelzschicht wird dadurch weich (Demineralisation) und kann durch Zähneputzen oder harte Nahrung abgetragen werden. Die Schutzfunktion des Zahnschmelzes für sein empfindliches Inneres, die Pulpa, geht zunehmend verloren.

Deshalb gilt: Nach Saft und anderen säurehaltigen Getränken etwa 45 Minuten warten mit dem Zähneputzen – zuerst sollte der Speichel die entstandenen Aufweichungen wieder festigen.

Auch gut: Zahnpflegende Kaugummis. Sie führen zu mehr Speichel im Mund, der dann auch mehr Säure neutralisieren („puffern“) kann. Auch eine Mundspülung mit Milch ist sicher hilfreich.

Tipp: Nach Erbrechen sind vor allem die Innenseiten der Zähne schwer „angeätzt“, hier sollten Sie unbedingt nachspülen und evtl. mit einer Milchmundspülung und Zahnpflegekaugummis für einen Ausgleich sorgen!