Warum...

ZEIT...

Der Faktor "Zeit"


Die Zeit ist ein wichtiges Thema – sie spielt eine Rolle bei fast allem, was sich im Mund tut – im guten wie im schlechten Sinn.

Schauen wir zuerst auf die „negative Zeit“:

Mund und Zähne können Nahrungsmittel, auch Süßes, gut verkraften, wenn sie in einem Schwung gegessen werden – und der Speichel dann Zeit genug hat, die Folgen auf den Zähnen wieder zu reparieren.

Isst oder trinkt man aber über längere Zeit, immer ein kleines Häppchen, immer ein kleines Schlückchen – stört man den Speichel ständig beim „Reparieren“. Er kann die winzigen Schäden am Zahnschmelz nicht füllen, weil er neutralisieren und Säure verdünnen muss. Für den Mund ist es besser, nur kurze Zeit mit fester oder flüssiger Nahrung zu tun zu haben – der Faktor Zeit ist viel wichtiger als der Faktor Menge.

Es ist also besser, eine halbe Tafel Schokolade in einem Rutsch zu essen als ständig ein Stückchen zu naschen. Auch ein großes Glas Orangensaft hinterlässt keine nachhaltigen Schäden – wenn es gleich ausgetrunken und nicht alle paar Minuten ein Schlückchen genommen wird. So genannte Zwischenmahlzeiten oder „süße Pausen“ sind, das ist leicht nachvollziehbar, aus zahngesundheitlicher Sicht nicht sinnvoll.

Die „positive Zeit“:

Alles wird wieder gut – wenn man den Mund pflegt und Zahnbeläge entfernt und wenn, das ist wichtig, der Mund Zeit hat, sich von der Übersäuerung zu erholen.

Rund drei Stunden braucht es, bis der Speichel seine kleinen Reparaturarbeiten an den Schmelzkristallschichten vollendet hat. So lange sollte man ihm also Zeit geben – und  diese wichtige Phase möglichst nicht unterbrechen.