Warum...

MUTTERMILCH...

...ein Thema auch für gesunde Zähne!


Überall hört man: Muttermilch ist das Beste für das Kind. Wie so oft in der Natur, hat aber auch Muttermilch ihre zwei Seiten. So, wie Äpfel sicher (außer für Allergiker) gesund sind, die Apfelsäure aber den Zahnschmelz schädigt, hat auch Muttermilch ihre „Nebenwirkungen“ auf die Zähne: Sie enthält Milchzucker, der von den Bakterien im Mund in zahnschädigende Säure umgewandelt wird.

Zwei Dinge sollten Sie beachten:

1. Da Muttermilch zuckerhaltig ist, sollte die Phase des Stillens nicht über den ersten Geburtstag des Kindes hinausgezogen dauern. Das bedeutet auch, dass gemütliches Rumnuckeln zum Beruhigen oder Einschlafen bei älteren Kindern unterlassen werden sollte. Der Zeitraum, in dem die zuckerhaltige Milch die Milchzähnchen umspült und dadurch an ihrer Oberfläche gefährdet, ist erheblich länger, als es ein kurzer Schluck gegen den Durst aus einer Kindertasse wäre. Viele Mütter, die mit dem langen Stillen eigentlich das Beste für ihr Kind wollten, sind ganz erschüttert, dass es (auch) an der Muttermilchnuckelei lag, dass die Milchzähnchen verfaulten und verloren gingen.

2. Kinder bringen die speziellen Karies-Bakterien (sog. mutans-Streptokokken), deren Stoffwechsel den Schmelz auflöst, nicht mit auf die Welt. Karies ist eine Infektionskrankheit! Wenn Papa oder Mama den Nuckel sauber lutschen, die Temperatur der Milch im Fläschchen durch Testnuckeln am Sauger feststellen, wenn „ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen fürs Kind“ zu einem Ritual beim Füttern gehört – jedes Mal übertragen sich solche Bakterien aus der Mundhöhle des Erwachsenen auf das Kind, das sich erst dadurch mit den Kariesbakterien angesteckt. Wenn die Karies-Bakterien bereits im Mund sind, ist auch Muttermilch nicht gesünder für die Zähne als gesüßte Getränke.