Warum...

SPRACHE

Für die Entwicklung einer klaren Sprechweise sind Zähne ausgesprochen wichtig. Sicher jeder hat schon einmal bemerkt, dass man leicht lispelt, wenn eine Zahnlücke entstanden ist. Wird sie bald wieder geschlossen, ist das kein Problem – bleibt sie länger oder dauerhaft offen, beeinträchtigt das die Sprache nachhaltig.

Auch die Zunge spielt beim Sprechen eine große Rolle: Wird das Kind nicht rechtzeitig auf feste Nahrung umgestellt, etwa um den 1. Geburtstag herum, bleibt die Zunge in „Saughaltung“. Beim Schlucken stößt sie an die Frontzähne anstatt sich gegen den Gaumen zu pressen. Man nennt das „infantiles Schluckmuster“. Wenn dieses Schluckmuster über einige Jahre anhält, können Logopäden, die das Kind zum korrekten Sprechen bringen sollen, nur verzweifeln.

Das ist kein Randproblem, auch wenn es in der Öffentlichkeit selten wahrgenommen wird: Die Zahl der Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung, mit Lispeln und Babysprache hat sich in den vergangenen 20 Jahren versechsfacht! So niedlich diese Babysprache bei kleinen Kindern ist – werden die Kinder größer, werden sie dafür oft gehänselt. Das stärkt nicht gerade das Selbstvertrauen...