Warum...

ESSEN...

...und Trinken


Biologisch gesehen sind Menschen „Allesfresser“ – wir ernähren uns sowohl von pflanzlicher, faseriger Nahrung als auch von Fleisch. Folgerichtig ist auch unser Gebiss aufgebaut: Vorne gibt es „Abbeiß- und Reißzähne“, im Seitenzahngebiet Mahlzähne, die das, was wir essen, zermalmen. Dabei wird die Nahrung mit Speichel vermischt – das gekaute Essen „rutscht“ so nicht nur besser in den Magen, sondern kann dort auch besser verdaut werden.

Wer zuwenig Zähne hat oder das Essen nicht lange genug zerkaut, bekommt auf Dauer Probleme mit der Verdauung und der Gesundheit. Manche Ärzte empfehlen auch, während des Essens nicht zu trinken (lieber vorher oder nachher), um den verdauungsförderlichen Speichel nicht zu verdünnen. Ob das in der Praxis für die Gesundheit wirklich relevant ist, dazu gibt es verschiedene Ansichten. 

Einstimmig akzeptiert aber ist die Bedeutung von funktional stehenden Zähnen für die Ernährung: Wenn die Zähne im Unterkiefer nicht passgenau mit denen im Oberkiefer zusammenkommen, beispielsweise, weil die Oberkieferzähne zu weit nach vorn verschoben sind, dann ist das Abbeißen und das Kauen gestört (dazu braucht man beide Kiefer), ebenso wie die wichtige Rolle des Speichels – denn bei falsch stehenden Zähnen haben viele Kinder auch dauernd ihren Mund offen, was den Speichel austrocknen lässt.