Warum...

KIEFER

Wie sich die Kiefer entwickeln


Der Platz, den der Kopf das Kindes im Geburtskanal hat, ist begrenzt – der Platz, den später einmal 32 Zähne einnehmen sollen, ist doch erheblich größer. Kinder kommen daher mit einem schmalen, kleinen Kiefer zur Welt, der schon alle Anlagen für die späteren Zähne in sich trägt. Zusammen mit dem gesamten Kopf und in einem recht festen Größenverhältnis zueinander wachsen auch Ober- und Unterkiefer in den ersten Lebensjahren deutlich.


Kiefer sind ein für die Wirkung des Gesichts wichtiger Faktor: Ob jemand ein „Herzgesichtchen“ hat oder einen „kantigen Kopf“ wird maßgeblich durch die Form des Kiefers bestimmt. In der Zeit des Wachstums ist daher auch besonders wichtig, auf alles zu achten, was die Kiefer nachhaltig verformen kann! Solche „verschobenen Kiefer“ sind nicht nur für die Wirkung des Gesichts, sondern auch für die gesamte Gesundheit ein erheblich größeres Problem, als viele Eltern anfangs meinen, wenn ihr Kind beginnt, zufrieden am Daumen zu nuckeln...


Wissenschaftler haben festgestellt, dass im Vergleich der Urmenschen früher und den Menschen von heute die Anzahl der Zähne gleich geblieben ist – die Kiefer aber insbesondere in den letzten Jahrhunderten entwicklungs- und offenbar ernährungsbedingt immer schmaler wurden. Das ist ein Grund dafür, warum heute so oft Zahnkorrekturen notwendig sind: Den Zähnen bleibt immer weniger Platz, und so drängen sie sich auf den oft kleinen und zu kleinen Kiefern mit der Folge, dass sie sich verschieben und keine „gerade Ordnung“ mehr finden.